Ein Sammelsurium allerlei nützlicher und sinnloser Dinge
Autor:Der Dürrbi
Kurze Zusammenfassung Aufgewachsen in Calden, Schule in Calden, Grebenstein, ABI an der ASS in Hofgeismar, Bundeswehr in Kassel und Schwalmstadt (NschBtl 51)
Ausbildung zum DV-Kfm im Genossenschaftlichen Rechenzentrum Kassel (GRK), seit 2006 wohnhaft in/um Karlsruhe
Google hat anläßlich seines 10. Geburtstages den ältesten noch verfügbaren Suchindex von Januar 2001 online gestellt. Der damalige Suchindex umfasste gerade mal 1.326.920.000 (1,3 Mrd.) Einträge
Bei der beispielhaften Suche nach „iPod“ wird auf den ersten Ergebnisseiten nicht einmal Apple ERWÄHNT
Interessant ist die Möglichkeit über den entsprechenden Link die – falls vorhanden – archivierte Version der damaligen Webseite zu betrachten und in ihr zu stöbern.
Nachtrag: Die letzte gültige und noch einigermaßen funktionsfähige Version von „Schmusekätzchen’s Cyber-Welt“ könnt ihr übrigens hier besuchen.
Wenn wir am Kleinsteinbacher Bahnhof im Wartehäuschen sitzen, schmunzeln wir meist über die Kritzeleien, die sehr zahlreich auf die Wände geschmiert sind.
Zu den üblichen »A liebt B« Hinterlassenschaften (vor-)pubertärer Heranwachsender Kinder, gesellen sich auch echte Schmankerl, die dem Deutschlehrer die Tränen in die Augen treiben lassen.
Das Leben, und wenn auch nur das virtuelle, schreibt manchmal die irrwitzigsten Geschichten.
Wie Michi auch, bin ich seit ca. zwei Monaten auch eifrig in WKW unterwegs. Vor ca. einer Woche etwas hinterließ mir da plötzlich eine mir völlig unbekannte Person – die ich zuvor lediglich als Besucherin in meines Schwagers Profil „sah“ – einen erstmal relativ unverfänglichen Gästebucheintrag:
[…] Nett aussehenden leuten hinterlasse ich nämlich gerne grüße.
Wir kennen uns noch nicht, aber das macht ja nix
Als ich mich daraufhin nicht weiter gerührt hatte, schrieb sie mir, dass sie „mich wohl vergrault“ hätte, weil ich mich ja nicht mehr gemeldet habe. In den folgenden Nachrichten fing sie dann relativ konkret an, mich förmlich „anzubaggern“ und mich zu einem Seitensprung zu animieren.
Da iein Seitensprung für mich nie in Frage käme, habe ich Michi eingeweiht und ihr die Nachrichten gezeigt, die mir die Person bisher so zugeschickt hatte. Michi war daher auch neugierig und forderte förmlich, dass ich das „Spiel“ mal weitertrieb.
Nach weiteren nicht mehr ganz sooo jugendfreien Nachrichten war es an der Zeit, dass ich auch mal was von ihr sehen wollte. Da sie kein Profilbild in WKW gesetzt hatte, schickte sie mir gestern per Email – ich habe hierfür extra ein zweites Googlemail-Konto angelegt – sechs Fotos, die sie in relativ aufreizenden Posen zeigte.
Als ich diese gestern abend – wieder mit Michi – ansah, lachte Michi plötzlich und sagte, dass sie genau DIESE Bilder kürzlich in einem Fotoalbum bei einer ganz anderen Person in WKW gesehen habe. Anhand des Browserverlaufs konnte sie dann auch das betreffene Profil wiederfinden, und siehe da… alle sechs Bilder fanden sich da wieder.
Da ja nun eindeutig geklärt war, dass es sich bei der beagten Person um ein Fake handelte, bat ich sie heute um weitere Fotos von denen Sie zuvor schonmal gesprochen hatte. Die wollte sie mir dann aber erst heute nachmittag schicken, weil sie sie nicht dabei hatte und kündigte schon mal an, dass sie auf denen aber besser ins Licht gerückt sein und die von einem Fotografen sind und sie daher vielleicht „etwas anders“ aussehen würde.
Für mich war klar, dass sie nun unter Zugzwang war und sagte ihr auf den Kopf zu, dass sie sich das Schicken sparen könne. Auf ihre Frage, ob ich kalte Füße bekommen habe, bekam sie eine schöne Antwort die ihr hier nachlesen könnt bzw. müsst.
Es hat übrigens keine 10 Minuten gedauert, bis besagte Person aus WKW verschwunden war.
Gestern bin wegen eines Mißverständnisse statt um halb fünf, erst kurz nach fünf aus dem Büro raus und zur Bushaltestelle geeilt.
Während der Bus die letzen Tage IMMER fünf Minuten Verspätung hatte, war er gestern offensichtlich pünktlich, denn es stand keiner mehr da. So musste ich zwangsweise auf den nächsten warten.
Die Bushaltestelle ist relativ direkt an einem kleinen Kreisel in Durlach an der Ecke Ottostrasse / Fiduciastrasse. Während da sich schon ein paar Autos zurückstauten, hörte ich plötzlich ein Reifenquietschen und im nächsten Moment krachte es vor meiner Nase.
Ein älterer Mazda 2 ist einem ebenso alten Renault Clio hintendrauf gefahren. Während das Mädel aus des vorderen Wagen gleich rechts ran gefahren ist, stieg der südländisch aussehende Auffahrer seelenruhig aus seinem Wagen aus und zündete sich erstmal eine Zigarette an.
Auf den Hinweis des „Opfers“, die Schulfrage sei ja eindeutig geklärt, meinte diese dann lapidar, dass sich das ja erst noch rausstellen würde. Irgendwelche Anstalten, dass offensichtlich fahrtaugliche Gefährt vielleicht mal von der Strasse herunterzubewegen machte er nicht. Er wollte der Schuldfrage wegen erstmal auf die Polizei warten.
Auch nach dem noch einige Personen kamen, die ebenfalls wie ich auf dem Bus warteten, ihn nochmal darum baten, die Strasse frei zu machen, meinte er allen Ernstes, dass Auto würde Feuer fangen, wenn er ihn jetzt anließe. Die Motorhaube war ein wenig eingedrückt, es liefen aber weder Öl noch sonst irgendwelche Flüssigkeiten heraus. Als ich erwiderte, dass man da schon heftiger mit einem Mazda wo gegen fahren müsste, bevor das Auto in Flammen aufging, meinte er nur, dass er das ja besser beurteilen könnte, da er viel mehr als ich fahren würde (woher er mein Fahrverhalten so genau kennen will, kann ich mir nicht erklären). Der Typ hatte offensichtlich zuviel »Cobra 11« gesehen.
Erst als ein weiterer, eher stämmiger Passant mit großem Hund, ihn nochmal auf seine Pflicht hinwies, die Strasse wieder freizumachen (durch eine Umleitung fahren da derzeit erheblich mehr Autos und LKW als üblich durch) tat er dies auch wiederwillig. Meine Mitwartenden und ich warteten förmlich darauf, dass das Auto nun in Flammen aufging
Leider habe ich vom folgenden Fortgang nicht mehr viel mitbekommen, da mein Bus dann kam. Da das Mädel – sichtlich aufgelöst – noch einen Zeugen benötigte, der den Hergang bestätigen konnte, habe ich meinen Namen und meine Handynummer hinterlassen. Da ich nix mehr von ihr gehört habe, gehe ich davon aus, dass auch für die Polizei die Schuldfrage eindeutig war.
Seit dem wir ja diesen Sommer autofrei unterwegs sind, fahren wir Sonntags – bei schönem Wetter – aufs Geradewohl mit der Bahn irgendwohin ins Umland.
So sind wir in den letzten zwei Monaten „weiter“ herumgekommen, als in den zwei Jahren zuvor, die wir nun schon hier wohnen. Irgendwann beim Frühstück entscheiden wir, in welche Bahn wir uns setzen und wo wir wieder aussteigen. So haben wir in den letzen Wochen u.a. schon Bruchsal, Baden-Baden (samt Merkur-Bergbahn) und das kleine Städtchen Forbach im Schwarzwald (am Ende des KVV-Gebietes) erkundet.
Gestern haben wir uns, nachdem ich auf Google-Maps Bilder von Rastatter Schloss gesehen habe, entschlossen einfach nach Rastatt zu fahren und dort ein wenig zu bummeln.
Zu unserer Überaschung fand in der Fußgängerzone in der Nähe des Schlosses gerade ein Bauernmarkt statt, über den wir dann auch geschlendert sind.
Nachdem wir uns dort für günstig Geld mit 2kg Äpfeln, 1 kg Birnen und einer großen Tüte mit 2 kg roten Paprika eingedeckt haben, wollten wir auf dem Weg zurück uns im Schloßpark gemütlich niederlassen, um unseren mitgebrachten „Lebkuchen-Kuchen“ zu verzehren. Aber offenischtlich darf man im Rastatter Schloßpark nicht verweilen, denn im ganzen Gelände war NICHT EINE EINZIGE Parkbank zu finden. Lediglich die Betonsockel, auf denen welche zu befestigen sind.
Ich sehe ja noch ein, dass man vielleich zum Winter in Parks einzelne Bänke einmottet, damit diese nicht zu Schaden kommen, aber doch nicht schon Ende September… Was nutzt der schönste Schloßpark, wenn man sich nicht mal hinsetzen kann, um ihn zu genießen ?! Schade.
Am Ende haben wir unseren Kuchen am Bahnhof gegessen, als wir auf unserere Bahn zurück warteten.