Schlagwort-Archive: krankenhaus

Ohne Gallenblase lebt es sich auch gut

Wie versprochen der OP-Bericht! (hat leider etwas länger gedauert durch meinen zweiten Krankenhausaufenthalt und dann auch noch dem Internetausfall)
Ich hoffe, ich kann damit vielen Gallensteinträgern mit Problemen wie Koliken und anderen Symptomen die Angst vor der Gallensteinentfernung nehmen!

Wer Zeit (ich warne euch vor, der Bericht ist wirklich sehr ausführlich!) und Lust hat kann hier weiterlesen.

Ohne Gallenblase lebt es sich auch gut weiterlesen

und jetzt bleib ich hier…

…und mach einen großen Bogen um das Krankenhaus!

Seit gestern bin ich endlich wieder in meiner von mir über alles geliebten Wohnung und bei dem besten besten besten über alles von mir geliebten Mann :-)

Als mich über Ostern der Dürrbi wieder ins Krankenhaus gebracht hat, hatte gedacht, naja, ich würde höchstens eine Nacht zur Beobachtung bleiben. Aber es waren 4 Nächte, das Fieber gefiel den Ärzten gar nicht. Nachdem aber zum Glück nicht noch mal operiert werden mußte, meine Blutwerte auch in Ordnung waren, das Hämatom sich auch nicht verschlimmert hatte und das Fieber dann am Mittwoch auch weg war (kein Wunder bei den ganzen was weiß ich Infusionen und Hammerantibiotika, von dem mir super schwindelig wurde und ich Magenprobleme bekam), beim CT außer dem Hämatom auch nichts zu finden war und ich den Ärzten mein Versprechen geben mußte, wenn das Fieber wieder kommt oder ich mich sonst irgendwie nicht gut fühle, mich sofort wieder im Krankenhaus einzufinden, durfte ich endlich endlich endlich gehen.

Gestern fühlte ich mich noch mega schlapp, aber nach einer wundervoll geschlafenen Nacht im eigenen Bett neben dem Dürrbi geht es mir heute schon wieder viel viel besser. Und die im Krankenhaus eingefangene Erkältung kurier ich daheim am besten aus!

Mein OP Bericht gibts auf alle Fälle auch noch, aber nicht jetzt gleich…

Zurück im Krankenhaus…

Eigentlich sollte an dieser Stelle Michis ausführlicher OP Bericht erscheinen, an dem sie die vergangenen zwei Tage mit Unterbrechungen herumgeschrieben hat.

Aber erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt :-(

Nachdem es Michi die vergangenen 4 Tage nach der OP fast zu eigentlich ganz gut ging, klagte sie gestern Abend beim fernsehen über leichtes Unwohlsein und hatte ein wenig das Gefühl „krank“ zu werden, als wir dann gegen halb elf ins Bett gingen, war ihr zwar ein wenig kalt, was aber angesichts der Raumtemperatur unseres Schlafzimmers nichts ungewöhnliches war.

So gegen eins heute Nacht wurde ich wach, und Sie zitterte am ganzen Leib und hatte relativ starken Schüttelfrost und leichtes Fieber, was in 5 Minuten-Schritten jeweils 0,1° C stieg. Da sie in Wellen krampfartige Schmerzen an der rechten Seite des Oberbauchs verspürte, sind wir kurzerhand in die Notaufnahme des Diakonissen-Krankenhauses gefahren, wo unseretwegen der zuständige Bereitschaftsarzt erstmal geweckt werden musste.

Zunächst nahm der Arzt mehrere Röhrchen Blut ab um sie umgehend im Labor untersuchen zu lassen und tastete den Oberbauch auf schmerzhafte Stellen ab und stellte im Ultraschall ein Hämatom im Gallenblasenbecken (wo sie früher mal drin war) fest, welches sie vermutlich leicht infiziert hat.

Auf jeden Falls haben Sie Michi zur Beobachtung erstmal da gelassen.

Als ich vorhin da war, stand ein Ständer mit verschiedenen Infusionen (Antibiotika, Schmerzmittel, usw) neben ihr – seit heute Nacht erhält sie die verschiedensten „Tröpfchen“ intravenös verabreicht.

Wenn alles glatt läuft und das Fieber wieder runter ist kann Sie morgen, spätestens aber übermorgen wieder heim.

So haben wir uns den Ostermontag auch nicht vorgestellt :sad:

Nachtrag:
Eigentlich sollte Michi heute wieder entlassen werden und ich sie um halb neun abholen kommen. Vor zwanzig Minuten rief sie an, dass sie heute Nacht nochmal Fieber bekommen hat, und da der Doc lieber auf Nummer sicher gehen will, kommt sie heute nochmal ins CT. :sad: Wenn dann aber alles i.O. darf sie morgen raus. :lol:

Wieder da ohne Gallenblase

Juchuuuu, da bin ich schon wieder. Im Krankenhaus wollten sie mich nicht länger behalten, aber meine Gallenblase wollten sie dafür schon behalten. Als Gegegnleistung habe ich ein Döschen mit lauter schönen Gallensteinen mit nach Hause bekommen :mrgreen: 2 große mit einem Durchmesser von ca. 2 cm und 4 kleinere.

gallensteine.jpg

Morgen werdet ihr hier an dieser Stelle auch noch meinen ganz persönlichen OP Bericht meiner Gallenblasenentfernung lesen können. Heute schaff ichs leider nicht mehr. Ich kann einfach noch nicht so lange sitzen. Aber da ich jetzt eh erst mal bis einschl. 4. April krankgeschrieben bin, hab ich dann ja Zeit, viel Zeit.
Aber erst mal Danke Euch allen für die lieben Wünsche, die haben doch sehr gut geholfen *knuddels ihr Lieben*

Frau Doktor Michi hilft ;-)

Heute hatte ich mein OP-Vorbereitungsgespräch.
Ich kam in der Klinik an und sollte erst zum Anästhesisten gehen. Gut, ich also die Treppen hoch und setzte mich vor das Zimmer des Narkosearztes. Es war noch jemand drinnen und ein Mann wartete schon. Nach mir kamen noch 2 Frauen. Wie das so ist, kommt ein Gespräch zustanden. Mittlerweile war der Mann vor mir schon beim Arzt drinnen. Die Frau nach mir erzählte, sie bekommt am Montag die Gallenblase raus. Oh, noch eine Leidensgenossin. Ich seh allerdings wahrscheinlich aus wie eine freundliche Ärztin. Die Frau klagte mir ihr Leid, was für eine Angst sie doch hat, was sie sonst noch für Krankheiten hat, und und und und. Hallo, ich habe auch Angst. Aber nein, das sag ich nicht, ich mache der Frau Mut, das ist doch alles gar nicht so schlimm ist, und und und.
Naja, geschadet hats meiner Angst bestimmt auch nicht :mrgreen:

Dann nach dem Narkosegesrpäch, was recht lustig verlief (netter lustiger Arzt) bin ich wieder die Treppen runter und der Chirurg wartete schon auf mich. Erst Blut abnehmen und seit dem Zeitpunkt weiß ich, was „Lehrkrankenhaus“ bedeutet *g*
Die junge „noch nicht Ärztin“ fand keine guten Venen. Dann hat sie mit Hilfe doch eine schöne Vene gefunden und beim dritten Röhrchen ist ihr die Nadel rausgerutscht. Alles Weiterprobieren half nix. Nach einer gefühlten Stunde kam ihr dann zum Glück doch noch der Assistenz Arzt zu Hilfe. Er piekste mich dann in den anderen Arm und holte sich von der Vene das letzte Röhrchen Blut. Die Gute hat sich bestimmt hundert Mal entschuldigt und es tat ihr so furchtbar leid. Naja, ich hab ihr verziehen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen ;-)

Das Gespräch mit dem Chirurgen verlief auch gut und dann durfte ich auch schon wieder gehen…bis Dienstag dann.

Mein einer Arm ist noch etwas blau und geschwollen und tut etwas weh, aber vor der OP hab ich jetzt plötzlich nicht mehr so viel Angst, Frau Doktor Michi hat geholfen…