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Widersprüchlich

Nur noch mal für mich zur Vergewisserung: Ich dürfte also mit 14 Jahren anfangen, großkalibrige Waffen zu benutzen und dann als 21jähriger Sportschütze mit einem Kofferraum voller halbautomatischer Waffen und 0,4 Promille auf der Autobahn mit 320 km/h vom Schützenfest zum CSU-Parteitag fahren – aber Computerspiele sollen verboten werden?

(Quelle: Sascha Lobo)

Interessant finde ich dabei auch diesen Kommentar

Killerspiele als Sündenbock

Wenn es nach Niedersachsens Innenminister geht, wird es in naher Zukunft keine sogenannten „Killerspiele“ oder „Ego-Shooter“ mehr geben.

Ich finde es immer wieder toll, wie schnell nach eine zugegeben schrecklichen Tat am Ende wieder der Computer und Ego-Shooter als „DIE“ Hauptauslöser „entdeckt“ werden.

Es ist ja auch viel einfacher die bösen Spiele als Sündenbock zu verteufeln, als Eltern, Lehrern dem Umfeld eine Art von Mitverantwortung aufzubürden. Wenn sich ein Individuum entscheidet hochbewaffnet in seine alte Schule zu gehen um gezielt oder wahllos Menschen zu erschießen, ist die Ursache hierfür sicherlich viel tiefer anzusetzen.

Ego-Shooter, oder andere vielzitierte »Killerspiele« mögen hierbei vielleicht unterstützend aber doch nicht als alleiniger Auslöser gewirkt haben.

Ich denke, dass auf geschätzten 70% aller von 17-30 jährigen männlichen Personen besessenen Computern das eine oder andere „Killerspiel“ installiert ist und auch ab und an auch gespielt wird. Demnach sollten solche Vorkommnisse doch viel häufiger auftreten – tun sie aber nicht.

Den Vorstoß der Politik rigoros alle Killerspiele zu verbieten halte ich für überzogen. Ohnehin sind die meisten Spiele dieser Art ohnehin erst ab 18 Jahren zu erwerben oder erscheinen überhaupt nicht erst auf dem deutschen Markt, weil sie auf dem Index landen. Die bestehenden Gesetze sind in meinen Augen ausreichend.

Eltern sollten sich lieber mehr darum sorgen, welche Spiele ihre Sprösslinge wirklich auf dem Rechner spielen. Zudem sollten die Eltern schon auf technische Ebene unterbinden, dass die Kinder und Jugendliche überhaupt „eigene“ Software auf dem Rechner installieren dürfen. Und wenn man die technischen Möglichkeiten aus Unwissenheit nicht nutzen kann, gibt es noch immer Möglichkeiten denen entgegen zu treten.

Umd as Thema Verbot aufzugreifen, wo zieht man die Grenze. Verbietet man zudem auch Spiele wie »Grand Theft Auto«, dessen erklärtes Spielziel ist, möglichst schnell und effektiv Autos zu klauen – immerhin züchtet man sich hierdoch die künftigen Autodiebe heran.

Ach ja und »Need for Speed« und Konsorten können gleich mit verboten werden, weil hieraus die Spiele animiert werden, auch auf der realen Strasse sämtliche Verkehrsregeln zu mißachten und das Auto als Waffe einzusetzen….

Ich selbst habe früher (Anfang bis Mitte zwanzig) selbst das eine oder andere Ballerspiel gespielt, um angestauten Frust (durch Stress im Job) abbauen zu können. Statt dessen hätte ich ja auch wie einige Personen aus meinem Heimatdorf durch den Ort ziehen können und aus Spaß an der Freude Unbeteiligten eins auf Maul geben können.

Ich halte Ballerspiele für einen Kanal um Aggressionen abzubauen, WEIL man keinen ethischen und sozialen Regeln unterworfen ist. Wer die Grenze zum echten Leben nicht ziehen kann, bei dem hat die psychosoziale Erziehung schon an ganz anderer Stelle nicht gegriffen. Amok-Läufer gab es sicherlich auch schon vor dem Computer-, Video- und Kinozeitalter….

Die Wahrheit über „Killerspiele“

… und was die (öffentlich-rechtlichen) Medien mit ihren selbsternannten Experten zur Verunsicherung der Bevölkerung daraus machen…

Nach jedem Attentat und Amoklauf die gleiche Diskussion – anstatt das stattgefundene Drama als Zusammenkunft vieler Einzelfaktoren zu bewerten, wozu auch Familie, Umfeld, Herkunft und gesellschaftliche Rolle des Täters zu betrachten ist, werden als erste Reaktion immer erst die als „Killerspiele“ bezeichneten Strategie- und Egoshooter-Spiele herangezogen.

Sicherlich können Computerspiele ein Faktor sein, aber nicht der einzige; nicht jeder Spieler der Ego-Shooter spielt oder in Vergangenheit gespielt hat, läuft bis an die Zähne umher und richtet ein Massaker an. Auch sind die auf dem Markt erhältlichen Spiele nicht soo gewaltsam, wie es uns die Medien gerne glauben machen wollen.

Der Computerspieler und Jura-Student „Matthias Dittmayer“ demontiert in seinem Video gut recherchiert die Argumente der meinungsbildenden Medien.