Es reicht…genug!!!

Mittlerweile wird’s mir echt zu viel. Irgendwann muss doch mal Schluss sein!

Seit unserer Hochzeit vor fast 6 Jahren bin ich in einem Hochzeits-Forum registiert und bin dort (wenn auch meist nicht mehr ganz aktiv) auch noch dabei.
So viele Leute, die damals mit mir gemeinsam dem „schönsten Tag“ entgegengefiebert haben, haben nun schon die Scheidung hinter sich. Und so viele Leute, bei denen ich vor grade mal 1,5 – 2 Jahren so wunderschöne Hochzeitsbilder gesehen habe, stehen auch kurz vor der Trennung. Das macht mich schon richtig traurig.

Mein Bruder lässt sich auch scheiden (ok, das war vorhersehbar).

Heute komme ich an die Arbeit und da schüttet mir mein Kollege sein Herz aus, dass er sich auch kurz davor steht, sich scheiden zu lassen. Und das ausgerechnet auch noch der Kollege, der mich in letzter Zeit mit Komplimenten überhäuft. Tja, und ich wäre ja nicht die Michi, die ich nun mal bin, wenn ich nicht ein offenes Ohr für ihn hätte. Also bestand der ganze vormittag an der Arbeit heute darin, dass ich ihm erklären musste, wie Frauen „ticken“ und wie man vielleicht doch noch seine Ehe retten könnte. Menno, ich helfe ja gerne, aber ich bin keine Eheberaterin. Er sieht in mir aber wohl so etwas, weil ich in seinen Augen ein Paradebeispiel für eine glückliche Ehe bin.
Am liebsten hätte ich ihm ja wirklich geraten, sich so schnell wie möglich zu trennen, denn das was er mir so erzählte, das geht auf Dauer nicht gut.

Und wie kann es anders sein, jetzt komme ich nach Hause, schaue nach Mails und was muss ich lesen? Eine Bekannte von früher lässt sich auch scheiden – nach 2,5 Jahren Ehe und drei mal dürft ihr raten, wer mal wieder Seelentröster ist!

Ahhhhh…es reicht wirklich. Warum will denn keiner mehr um eine Beziehung kämpfen? Man heiratet doch nicht, um bei einer Kleinigkeit (und das ist bei den von mir bekannten Fällen wirklich nur PillePalle…) abzuhauen! Ich versteh die Welt nicht mehr.
He, bei uns ist auch nicht immer alles Friede Freude Eierkuchen, wir streiten uns auch, haben Meinungsverschiedenheiten, hatten auch schön Hürden zu überwinden, aber ich liebe, und wenn ich liebe, kämpfe ich und vor allem ich vertraue!!!

So, das musste jetzt mal raus.
Und genau das Lied von ich + ich brauch ich jetzt: Nichts bringt mich runter! Sonst dreh ich durch!

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11 Gedanken zu „Es reicht…genug!!!“

  1. Ich bin auch in einem Hochzeitsforum registriert (das ohne bindestrich) und da gibt schon einige, die nach nem Jahr schon aufgegeben haben, nicht gekämpft haben oder wo es gar nicht erst zur Hochzeit gekommen ist.
    Mein Mann und ich sind beide Scheidungskinder und egal was kommen mag: Es muss gekämpft werden, Dinge ausgesprochen werden, nichts schwelen lassen. Nicht reden ist Gift.

  2. Mal eine ketzerische Frage: Wie lange sind die Paare im Durchschnitt zusammen, bevor sie heiraten? Lernen die sich in der Ehe erste kennen oder warum geben sie so schnell auf?
    Manchmal hat man als Außenstehender das Gefühl, die Ehe würde Menschen „negativ“ verändern oder ihre schlechten Seiten zum Vorschein bringen, denn kaum ist man verheiratet, schon „knallt“ es.

    Elmar und ich sind total verliebt und glücklich, aber auch wir haben unsere „Hürden“ und das sind meist die Dinge, die einen noch näher aneinander bringen. Einfach kann jeder, Sonntags- und Schön-Wetter Ehen oder Freundschaften taugen nichts.

    Ich finde es auch schade, dass man so schnell aufgibt … :(

    Michi, lass Dich da nicht reinziehen, sag auch mal „nein“ – hey, das Thema mit dem „nein“-Sagen hatten wir schon mal, oder? ;)

  3. Die Dauer des Zusammenseins vor der Ehe war immer unterschiedlich. Also zwischen „Blitzhochzeiten“ und 10 Jahre Probieren ist alles dabei.

    Ich könnte mir als Grund gut vorstellen, dass viele sich ihres Partners zu sicher sind, wenn sie erst mal verheiratet sind. Na, und dann lässt man sich vielleicht schnell gehen und tut nichts mehr für die Beziehung und lässt alles einschlafen.

    Aber verstehen tu ich das trotzdem nicht.

    Meg, ja, das Thema mit dem „Neinsagen“, das ist wohl meine Schwäche. Ich bin wohl zu sensibel, ich denke, ich muss immer jeden helfen und für alle ein offenes Ohr haben. Ich mein, ich bin ja froh, wenn ich helfen kann, aber immer gehts halt auch nicht. Das hab ich meinem Kollegen heute auch versucht zu erklären. Er hat’s verstanden und hat mich daraufhin ins Starbucks eingeladen, ohne auch nur ein Wort über seine Ehe zu verlieren….

  4. Es gibt bei diesem Thema mehr Seiten, die man betrachten muss. Früher war es so, dass schnell geheiratet wurde. Die Rollen waren klar verteilt und auch wenn man sich nicht mehr liebte, ist man zusammen geblieben, denn man konnte es niemanden antun dass man sich scheiden lässt. Mal davon abgesehen dass es nicht ging. Darum wurden damals die Ehen nicht so schnell geschieden. Der nächste Punkt ist, dass viele Personen einfach unüberlegt heiraten. Die Blitzehen halten einfach nicht, weil sich die Leute nicht kennen. Und einfach dann doch feststellen, dass es nicht klappt. Ein weiterer Punkt ist das Ego. Die Menschen sind immer mehr auf sich selbst bedacht und achten nicht mehr so auf die Anderen so leidet eine Beziehung einfach darunter dass jeder seine Freiheit möchte. Man ist nicht mehr so Kompromissbereit. Darum wird das einfach schwierig mit der Ehe. Ich denke, dass einfach die Grundsätze, die man in einer Ehe braucht nicht mehr so vorhanden sind. Diese sollte man sich einfach wieder ins Gedächtnis rufen und dann klappt das auch.

  5. Ich denke, es ist total latte, ob sich ein Paar 1 Jahr oder 10 Jahre kennt, bevor es heiratet.
    Wenn es passt, passt es eben, warum soll man dann erst noch jahrelang „testen“? Ist das nicht eher egoistisch, aus „Angst“ zu warten?
    Wir haben auch ziemlich schnell festgestellt, dass es einfach passt und nach einem dreiviertel Jahr kam der Antrag. Als wir geheiratet haben, waren wir gerade mal 1 1/2 Jahre zusammen. Gut, wir hatten vorher genügend schlechte Erfahrungen gemacht, um zu differenzieren, was man will und was nicht (jede Beziehung ist auch immer ein bisschen Ego).
    Bleibt die Frage für mich, was für dich (Jupp) unüberlegt ist oder zu schnell?

  6. Ich denke auch, die Zeit VOR der Hochzeit ist total egal.
    Es gibt Paare, die kennen sich noch nicht mal ein Jahr und sind jetzt schon jahrelang glücklich verheiratet, es gibt Paare, die merken nach 15 Jahren Zusammenleben und dann kurz nach der Hochzeit, dass es nicht klappt. Garantie hat man einfach nie…

    Der Dürrbi und ich kannten uns vor der Hochzeit 4 Jahre, davon wohnten wir etwas über 2 Jahre zusammen und ich für mein Teil muss sagen, das hat vom Zeitpunkt her alles gepasst. Immerhin feiern wir dieses Jahr unser 10 jähriges :love: :knuddel:

  7. Ich glaube nicht, dass die Zeit VOR der Hochzeit egal ist. Ob es passt sieht man halt nicht nach 3 Monaten. Teilweise sieht man es nicht einmal nach 2 Jahren. Ich schüttel jedenfalls immer mit dem Kopf, wenn in meinem Umfeld nach ca. 6 Monaten geheiratet wird und dann mit 3-9 Monaten Verzögerung der Nachwuchs kommt.

    Neuausrichtung in 4-5 Jahren vorprogrammiert …… Oder eine Ehe die mit lustig wenig zu tun hat……

  8. Ich glaube übrigens auch nicht, dass die Zeit VOR der Hochzeit egal ist. Ich finde es allerdings wichtig, dass man zumindest schon zusammen gewohnt hat, um einzuschätzen, ob die Macken, die man an ihm/ihr dann erst feststellt, ein K.O.-Kriterium für eine lange gemeinsame Zeit sind, oder aber das gewisse etwas ausmachen, die ihn/sie so interessant machen.

    Von Blitzhochzeiten halte ich persönlich auch nichts da man in den ersten 3 Monate ohnehin alles durch die rosarote Brille sieht, und man dabei sowieso „nichts negatives“ an ihm/ihr findet :-)

    Das ist aber nur meine Meinung dazu. Ausnahmen gibt es aber überall, und bei manchen Persönlichkeiten funktionieren auch nur spontane Entscheidungen.

    Es steht mir gar nicht zu jemandes Entscheidung zur Ehe – ob schnell oder eher gemächlich – zu kritisieren. Jeder hat das Recht, selbst entscheiden, wann der richtige Zeitpunkt ist.

  9. Die Zeit, bzw. die Dauer vor der Ehe ist keineswegs EGAL.
    Man sollte auf jeden Fall die Verliebtheitsphase abwarten, in der man aufgrund der Hormone zur Verherrlichung des Geliebten neigt und gerne über „schlechte/negative“ Eigenschaften hinweg sieht, die „danach“ jedoch gravierend und entscheidend sein könnten. Ich bin ein Romantiker durch und durch … und ich weiß, dass ich DEN richtigen Mann an meiner Seite habe, sonst wäre ich nicht nach einem Jahr mit ihm zusammen gezogen … dennoch: Eine Ehe gehe ich nicht ein, wenn ich nach einem ONS festgestellt habe, dass ich den tollsten Sex meines „bisherigen“ Lebens hatte ;)

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